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Die große Stille


 : Die große Stille

Amazon.de Preis: EUR 7,95
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Seitenverhältnis: 16:9
Jugendfreigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Bindung: DVD
EAN: 7321921867194
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Label: Warner Home Video - DVD
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Hersteller: Warner Home Video - DVD
Herausgeber: Warner Home Video - DVD
Ländercode: 2
Erscheinungsdatum: November 03, 2006
Laufzeit: 161 Minuten
Studio: Warner Home Video - DVD
Kino-Start: 2005


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Kunden-Rezensionen
Durchschnittliche Bewertung:  out of 5 stars

Bewertung: 5 out of 5 stars - Die Kraft der Stille
Zeigt man diesen Film unvorbereiteten Menschen, dann wird man in der Mehrzahl der Fälle beobachten, wie sie nervös oder sogar aggressiv werden. Sie können es nicht aushalten, dass kein Wort gesprochen wird und eigentlich nichts passiert. Nur wenige Minuten der Stille in einem Film reichen aus, um heftige Entzugserscheinungen zu erzeugen.

Philip Gröning hat uns einen Film geschenkt, der eine gewöhnlich verschlossene Welt zeigt. Karthäuser-Mönche schweigen. Obwohl sie unter dem Dach eines Klosters leben, treffen sie sich nur zum gemeinsamen Arbeiten, Beten und Singen. Die restliche Zeit verbringen sie einsam und schweigend in ihrer Zelle, in der sie auch die Mahlzeiten einnehmen. Nur einmal in der Woche verlassen sie das Kloster für einen mehrstündigen Spaziergang. Dann unterhalten sie sich und lernen sich so besser kennen.

Der von der Stille gequälte Zuschauer wird sich fragen, welchen Sinn ein solches Leben hat. Aber diese Frage ist nicht ehrlich gemeint. Sie offenbart nur die Suche nach Ablehnungsgründen.

Wer hingegen den Weg zu seinem ursprünglichen Ich sucht, wird durch diesen Film einmal mehr verstehen, dass er zunächst die äußeren Reize abzuschalten lernen muss. Dazu muss man nicht Karthäuser-Mönch werden. Aber man kann von ihnen lernen, um dann eigene Wege finden, die mit dem normalen Leben in Einklang zu bringen sind.

Fazit.
Wer einen fast dreistündigen, fast sprachlosen Film aushält, in dem ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - Groß und still - ein Film der anderen Art
Dieser Film ist wirklich etwas besonderes: kein Lärm, keine Hektik, keine Action, keine schnellen Schnitte, keine Filmstars oder Filmhelden. Im Gegenteil: dieser Film ist ganz anders. Er kommt gänzlich ohne Stars aus, die Filmhelden sind Mönche, die in einer auch für mönchische Verhältnisse unglaublichen Stille und Abgeschiedenheit leben. Dieser Film ist ein Plädoyer für Ruhe und Langsamkeit, für Verinnerlichung und Selbsthingabe. Es ist aber sicherlich so, dass dieser Film nur schwer dazu angetan ist, einen unterhaltsamen Abend zu bieten oder aufzuheitern, abzulenken, wenn man gestresst zur Ruhe kommen will. Dieser Film benötigt eine ruhige, gelassene Grunddisposition von Seiten des Betrachters, um dort auch richtig ankommen zu können. Es gehört Bereitschaft und Mut dazu, sich auf das "Experiment Kloster" einzulassen - und nicht irgendein Kloster, sondern ein Karthäuserkloster, die ja wohl zu den strengsten Klöstern bzw. Orden überhaupt zählen. Wenn man sich aber darauf eingelassen hat, kann man unglaublich berührend erfahren, wie viel Glück, Ruhe und Zufriedenheit diese Menschen (er-)leben und auch in diesem Film ausstrahlen können.
Ein großes, auch anstrengendes, Experiment mit unglaublichem Tiefgang und durchaus großem Potential, die Welt einmal aus ganz anderen Augen zu betrachten.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Meditativ
So nah wie Gröning den Kartäusern gekommen ist und so nah wie man hier als Zuschauer den Kartäusern kommt, so nah ist man den eremitischen Mönchen wohl noch nie gekommen und wird es auch nie wieder. Der strengste aller katholischen Orden wird hier auf eine Weise gezeigt, die einzigartig und faszinierend ist, eine hypnotische Sogwirkung auf den Zuschauer ausübt. Was man über die Kartäuser wusste musste man bis dato lesen. Über den Gründer, den Heiligen Bruno, über die Ordensregel, über die kleinen Zellen in denen die Mönche beten, auch nachts, wenn sie nach vier Stunden Schlaf aufzustehen um Gott zu preisen - über all das konnte man Bücher lesen, auch Biographien ehemaliger Kartäuser. Aber nie konnte man SEHEN wie sie leben, nie hören was sie hören. Und was sie hören ist vor allem Stille. Dieser Film ist kein Dokumentarfilm der erklärt und lehrt, kommentiert und beschönigt. Dieser Film ist eine Meditation. Für fast drei Stunden werden Sie als Zuschauer selbst zum Kartäuser. Sie folgen dem Stundengebet, den Messen, den Nachtgebeten, den kargen Mahlzeiten, der Weihe neuer Mönche, durch die Jahreszeiten hindurch, vom Schnee des Anfangs zum Sommer und wieder zum Winter. Was Sie dabei fühlen wird vielleicht der Widerstand sein, der sich in uns regt, wenn wir zur Stille gezwungen und ewiger Wiederholung ausgesetzt sind, aber gerade Stille und Wiederholung sind die Hauptelemente des mönchischen Lebens wie es in der Kartause stattfindet. In den kurzen Rekreationszeiten ... weiter



Bewertung: 5 out of 5 stars - zutiefst beeindruckend
Ein zutiefst beeindruckendes Kunstwerk, dass jedem die einzigartige Gelegenheit gibt, in die Welt der Karthäuser einzutauchen. Im Kino war er großartig, aber auch die DVD lohnt sich! In Mußestunden schaue ich ihn mir - wenn auch oft aufgrund der Länge dann nur in Ausschnitten - immer wieder mal zur Entspannung an.
Falls der Unbedarfte meint, das Möchnsein sei ein leichtes, lernt, dass es Arbeit im positiven Sinne ist: Der Film lebt von der Stille, er will erarbeitet werden, er bedarf der Konzentration. Eine Konzentration auf das Wesentliche, die den Hauch der Karthäuser spüren lässt und den Zuschauer (Zuhörer?) zurücklässt, wie nach einer guten Meditation.
Einziger Wermutstropfen: Die Beschränkung auf das Wesentliche lässt keinen bis kaum Raum für Erklärungen. Wer also nicht bereits über entsprechendes Vorwissen verfügt, sollte ein Werk wie von Maguire o.ä. lesen, um den Film wirklich genießen, verstehen und ausschöpfen zu können.



Bewertung: 5 out of 5 stars - Eine Reise nach Innen
Man mag zu dem Film stehen wie man will - allein die Tatsache, dass es ihn gibt, ist schier unglaublich. Denn die Kartäuser leben absolut abgeschlossen in ihrer eigenen Welt. Wenn man nicht Prior ist oder sonst durch irgendeine Besonderheit dazu genötigt wird, verläßt man als Kartäuser das Kloster nie wieder. Die fein abgestimmte und durch fast 1000 Jahre erprobte Mixtur aus Eremitentum und Gemeinschaftsleben ist auch in der Architektur sichtbar.
Dass sich eine solch abgeschlossene spirituelle Gesellschaft entschließt, einem Filmemacher Zutritt zu gewähren und ihr Leben zu filmen, ist schon etwas sehr Besonderes. Diese Kartäuser hatten den Mut sich einer Welt zu zeigen, die sie eigentlich verlassen haben, für die sie aber gleichwohl beten und sich mitverantwortlich fühlen.
Es mag Kritiker geben, die den Mönchen vorwerfen, sie würden ein bequemes und privilegiertes Leben führen - aber wer möchte mit ihnen wirklich tauschen?...
Diesen Film sehen ist wie ein Tag im Kloster, wie kleine Exerzitien. Immer wieder, wenn ich diese Reise in die Grande Chartreuse mitmache, bin ich nachher ein wenig verändert - ich sehe die kleinen Dinge, ich meide bewusst Lärm, ich nehme mir mehr Zeit für Spirituelles. Wenn die Wirkung wieder nachläßt, und das tut sie natürlich nach einiger Zeit, reicht oft schon die Erinnnerung an das Gesehene, um wieder Sehnsucht nach der "großen Stille" zu bekommen.



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